"Sonority"-Blogger

Tagebuch, Gedanken, Erlebnisse und Ideen rund um den "Wohlklang" aus Lüneburg

Thursday, September 21, 2006

Noch 48 Stunden...

... bis zum Local-Heroes Semifinale in Hannover.

War nicht vor wenigen Augenblicken noch Juli ? Wie schnell die Zeit doch vergeht.

So ganz nebenbei rückt ein Ereignis, wenn nicht sogar DAS Ereignis des Jahres immer näher, was sich viele Bands und Musiker erträumt haben, für die wenigsten aber in Erfüllung geht.
O.k., es ist kein Plattenvertrag, keine Entdeckung durch einen Medienmogul oder eine Welt-Tournee. Es ist "nur" einer von vielen Bandwettbewerben. Aber stolz darf man schon darauf sein, eine der letzten 18 Bands zu sein, die um ein Ticket ins Niedersachsen-Finale des deutschlandweit größten Musikwettbewerbs für Amateurbands musizieren. Und evtl. kommt ja nach dem Halbfinale das Finale. Und nach dem Finale das Bundesfinale. Bekanntlich ist ja der Weg das Ziel.
Was macht man aber nun als Musiker gerade mal 48 Stunden vor Konzertbeginn, wenn man aufgeregt ist wie am ersten Schultag vor dem Überreichen der Zuckertüte und nicht weiss, was einen erwartet ?
Möglichkeit a:
proben bis der Arzt kommt und die Nachbarn gehen wegen Ruhestörung auf die Barrikaden...
Möglichkeit b:
schnell den "Job" wechseln und nie wieder etwas mit Musik zu tun haben wollen, um ja nicht auf einer Bühne stehen zu müssen, weil man Bedenken hat, man könnte sich verspielen oder versingen...
Möglichkeit c:
sich kurzzeitig auflösen und nach solch einem Wettbewerb mit großem Getöse Reunion feiern...
Möglichkeit d:
den Termin einfach vergessen...

Hätte ich einen Telefonjoker, würde ich den anrufen. Zugegeben, ich habe einen Telefonjoker, aber meine Oma sieht und hört es gar nicht gern, wenn man sie zu Unzeiten aus den Federn klingelt.
Das Publikum könnte mir auch nicht helfen. Das wollte ja gerade, dass wir im Semi-Finale spielen, hat uns gewählt und uns erst in diese verzwickte Situation reingebracht.

Aber zurück zur Lösung

Möglichkeit a haben wir hinter uns.
Am Montag haben wir bis kurz vor 1 Uhr geprobt. Vom Gesang über Tempi-Wechsel bis hin zu Endlos-Schleifen einzelner Songs unseres Programms war alles vertreten, was ein Musikerherz liebt oder eben auf den Tod nicht ausstehen kann... Jegliche Nachbaren lagen wohl im Tiefschlaf und haben von all unserem Treiben nicht mitbekommen.
Möglichkeit b kommt für uns nicht in Frage.
Ein Leben ohne Musik, ohne "Wohlklang" und ohne Auftritte ist undenkbar.
Möglichkeit c
gilt nur für die Stars der Branche, die sich vor einem großen Open-Air drücken wollen, keine neue Scheibe auf den Markt bringen können (z.B. mangels Ideen) oder einfach keine Lust mehr auf den Tour-Bus samt Insassen haben.
Gegen Möglichkeit d spricht nur eines:
der bandinterne Terminkalender. Und dort steht der Termin seit geraumer Zeit in dick und rot und times new roman drin.
Jetzt hab ich´s ! *freu*
Einfach auf die Bühne gehen und das machen, was einem am meisten Spass macht: "Rocken"

Und solltet Ihr zufälligerweise inder Nähe des Musikzentrums in Hannover sein, dann kommt einfach vorbei und unterstützt uns mit Eurer Stimme, Eurer Anwesenheit und Eurem Sinn für gute Musik...
Danke !










0 Comments:

Post a Comment

<< Home