"Sonority"-Blogger

Tagebuch, Gedanken, Erlebnisse und Ideen rund um den "Wohlklang" aus Lüneburg

Tuesday, September 26, 2006

Local-Heroes Hannover - Mittendrin

21 Uhr 00 Wir betreten die Bühne, bauen alles wie schon oft geprobt, fix auf, werfen einen Blick ins Puplikum und sind schwupps, auch schon wieder von der Bildfläche verschwunden...
21 Uhr 14 Vera (die Organisatorin des Wettbewerbs) erklimmt die Bretter, die Musik bedeuten und kündigt uns an. Erstes Gejohle vom Publikum. Shaking hands und dann nichts wie rauf auf die Bühne. Und unsereins hats erwischt. Alle Texte, Töne und Griffe vergessen. Ein klassisches Musiker-Blackout kurz vor Beginn des Auftritts. Aber kein Weg führt dran vorbei, also ab die Post.
21 Uhr 15 Mit "It´s me" legen wir los, sind in unserem Element und lassen das anwesende Publikum (die Halle ist zu ca. 1/3 gefüllt) mitwippen und Kopfnicken. Flo schlägt sich im Backroundgesang (Live-Premiere) wacker. Meine Texte sind auf einen Schlag wieder da und fühlen sich im Kurzzeitgedächtnis (?) pudelwohl. Applaus nach dem Opener.
Bei "No spirits" vergessen wir wohl vor Nervosität die einstudierte Choreographie, beenden den Song dafür mit Extra-Applaus für ein Gitarren-Solo und André.
"My times", also meine bzw. unsere Zeit scheint gekommen. Das Publikum wippt, brummt, singt und klatscht im völlig improvisierten Zwischenteil mit. Sascha wechselt mittendrin "sehr professionell" (O-Ton der Jury) die Sticks und das erste und einzige Plakat an diesem Abend (nur für uns !) wird entrollt und geschwenkt. Augenblicklich wird mein Mikrofon neidisch auf das anwesende Publikum, macht mir deutlich, das es mich mehr als nur gut leiden kann und verteilt bei jedem gesungenen Wort einen kleinen elektrischen Schlag mitten auf meinen Mund. Böses Mikro ! Fieses defektes XLR-Kabel !
"Sunshine" ist eines der Lieblingsstücke von André. Das Intro voller Hingabe gespielt, kaum verklungen, gibt es verzerrte Gitarren voll auf die Zwölf. Ergebnis: rhythmisches Kopfnicken und Füßestampfen aus dem Publikum.
Bei "Sonnenfänger" kommen zum ersten Mal bei einem unserer Konzerte Wunderkerzen zum Einsatz. Alles verteilt, doch nicht alles gut. Übermütige Zweiergrüppchen "duellieren" sich mit der brennenden "Wunderwaffe" und kommen zeitweise ins Stolpern. "Das Lied ist eines Eurer musikalischen Höhepunkte und Kracher" (O-Ton Jury), meine Ansage, doch bitte vorsichtig zu sein und sich nicht zu verletzen, "fehl am Platz und ginge gar nicht" (ebenfalls O-Ton der Jury). Beim verträumten Solo am Schluß des Stückes leidet André aus vollem Herzen mit, sinkt im Spielen zu Boden und erntet dafür Extra-Applaus.
"Missing you" feiert an diesem Abend seine dreifache Live-Premiere. N° 1: Ur-Aufführung, N° 2: Flo´s Backround-Gesang, N° 3: himmlische Gitarren-Klänge im Refrain. Der letzte Akkord ist kaum verklungen, tönen die ersten "Zugabe-Rufe" aus dem Publikum. 21 Uhr 43 gehts runter von der Bühne. Jetzt heißt es abwarten...

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